Dieses Zitat war natürlich nicht der Schlusspunkt des Comedy-Abends mit Monika Gruber, es folgten noch einige tolle Höhepunkte....
Allerdings wurde die Vorfreude gleich zu Beginn etwas getrübt, weil selbst die ersten schon um 17 Uhr vor reservierten Plätzen in den ersten Reihen direkt vor der Bühne standen. Einlass wohlgemerkt erst ab 18.30 Uhr und Beginn gar erst um 20.00 Uhr. Doch nicht etwa freigehalten für die Vertreter der Presse, was jeder verstanden hätte, sondern für „Freunde von Monika Gruber“.

Aber der Stiftl-Wirt hatte so gut bestuhlen lassen, dass fast überall gute Sicht direkt auf die Bühne oder zumindest auf die zahlreichen Videoleinwände herrschte. Die „Gruaberin“ merkte fast gar nicht, dass sie sich in einem Bierzelt befand. Die Technik klappte, der Verkauf von Speisen und Getränken war zügig und die Stimmung grandios.

„Klein Moni“ erzählte Geschichten aus dem Leben, aus ihrem Leben und hörte nur selten auf zu reden, wenn die Pointe allzu gut war, sodass die Zuschauer mit Freudentränen in den Augen schier endlos applaudierten. Still wurde es im Saal erst, als die Rede von einem Besuch im Altersheim war. Monika Gruber sprach von einem dunklen, fensterlosen Raum im Keller, in dem Müllsäcke gestapelt waren, blaue Müllsäcke mit einem Namen drauf und dem Sterbedatum. In jedem Müllsack die letzten Habseligkeiten der Verstorbenen, die niemanden mehr hatten, der diese abholen wollte:
Die Quintessenz eines langen Lebens in einem blauen Müllsack!

Zum Glück löste die sympathische fast Vierzigerin, aufgewachsen in Tittenkofen, die nachdenkliche Stimmung gleich auf: Ihre Freundin hatte ihr ja versprochen, dass sie - sollte die Schauspielerin vor ihr den Weg ins Jenseits betreten - immerhin glitzernde Swarowski-Steine auf den Müllsack kleben wollte.

Trotzdem folgte noch mal der Hinweis auf ihr Lebensmotto, dass Monika Gruber nicht mehr warten wird um etwas zu tun, was sie lange vor hatte.
Ihr Appell: Ich wünsch mir für Euch, dass Ihr auch nicht zu lange wartet, reicht euren Freunden die Hand, verzeiht ihnen, wenn sie etwas falsch gemacht haben und entschuldigt euch bei ihnen für eure Fehler. Wer weiß, wie lange das Leben noch dauert und eines Tages ist es dann zu spät dafür.
Fotos von: Klick
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