Die Ingolstädter Kommunalbetriebe setzen im Herbst vier Kanalsanierungsmaßnahmen und zwei Kanalneubauten mit einem Auftragsvolumen von zwei Millionen Euro um...
Oberstes Ziel des öffentlichen Kanalnetzbetreibers ist, mit einem funktionstüchtigen Kanal die sichere Ableitung der Abwässer zu gewährleisten und Fremdwassereintritte zu verhindern.
Dabei werden circa 5,8 Kilometer schadhafte Hauptkanäle und circa 150 Hausanschlüsse im Inlinerverfahren saniert. Der sogenannte Inliner, ein Schlauch aus einem kunstharzgetränkten Glasfasergewebe, wird in den Kanal eingezogen und legt sich von innen an den Kanal. In einem zweiten Schritt wird das Gewebe mittels UV-Licht oder Warmwasser ausgehärtet. Dieses Sanierungsverfahren erfolgt in einer geschlossenen Bauweise mit Zugang über den Kanalschacht.
Eine Besonderheit ist die Baumaßnahme in der Hindenburgstraße von September bis Oktober. Hier wird auf 250 Metern ein Inliner in einen Kanal mit einer Breite von 0,90 Meter und einer Höhe von 1,35 Meter unter Lichthärtung verbaut. Dies ist der größtmögliche bisher in Ingolstadt verbaute Inliner.
Ebenfalls im September und Oktober werden in Friedrichshofen, der Innenstadt und Oberhaunstadt mehrere Kanäle auf einer Gesamtlänge von 1,3 Kilometern mit Inliner repariert. Zusätzlich sanieren die Kommunalbetriebe im gesamten Stadtgebiet Kanäle auf einer Gesamtlänge von 4,25 Kilometern mittels Kurzliner und anderen Maßnahmen Ebenfalls im Herbst werden noch circa 140 Hausanschlüsse mit Inliner ausgebessert. Ein Grundstücksanschluss ist das Verbindungsstück zwischen dem Hauptkanal in der Straße und dem Übergabeschacht auf dem Grundstück. Die Kosten der Hausanschlusssanierungen werden vom Kanalnetzbetreiber übernommen.
Im Zuge der Erschließung des Neubaugebietes Seehof Süd und Zuchering Oberfeld bauen die Kommunalbetriebe insgesamt circa 1,2 Kilometer Kanal neu. Im Zuge der Baumaßnahmen lassen sich Verkehrsbehinderungen leider nicht verhindern, diese werden jedoch so gering wie möglich gehalten. Die Kommunalbetriebe bitten um Verständnis.
Für die sichere und zuverlässige Ableitung der Abwässer und des anfallenden Niederschlagswassers unterhalten die Kommunalbetriebe ein Kanalnetz mit 584 Kilometern Länge. Das Kanalnetz wird regelmäßig überprüft und entsprechend gewartet. Zu der Kanalisation gehören ebenfalls 34 Pumpstationen, fünf Regenüberlaufbecken mit einem Fassungsvermögen von 9.700 Kubikmetern und zwei Donaudüker. Jährlich werden 7,2 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser und von 7,4 Millionen Quadratmeter Fläche im Stadtgebiet das Niederschlagswasser abgeleitet. | |
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