Den kirchlichen Segen erhielt kürzlich die neue Kinderkrippe der Gemeinde Ernsgaden. ...
Bürgermeister Karl Huber konnte dazu zahlreiche Gäste begrüßen, unter anderem die Mitglieder des Gemeinderats, Architektin Melanie Batz-Pickl, die Vertreter der am Bau beteiligten Firmen und Planer, Krippenleiterin Sandra Schiekofer mir ihrem Team, Eltern und Kinder sowie Vertreter der Verwaltung und von den Kindergärten.

Architektin Melanie Batz-Pickl (li.) überreichte an Bürgermeister Karl Huber einen symbolischen Schlüssel für die neue Krippe. Leiterin Sandra Schiekofer (2. von re.) freute sich über die Segnung, die Pfarrer Dr. Benjamin Kasole Ka-Mungu vornahm.
Der Gemeinderat hat im Jahr 2009 nach Bekanntwerden der Zuschussrichtlinien nicht lange gezögert und großen "Weitblick" gezeigt, den Bau zu beschließen. Der Gemeindechef zeigte sich mit der Qualität des Gebäudes und dem Verlauf der Bauarbeiten von knapp einem Jahr "sehr zufrieden" und dankte allen Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit. In dem Gebäude können vorerst zwei, bei einer eventuellen Erweiterung sogar drei Krippengruppen untergebracht werden.
Das neue Haus sei ein „Meilenstein“ in der gemeindlichen Entwicklung und bringe einen „deutlichen Mehrwert“ bei der Betreuung von Kleinkindern. Die Gemeinde beweise damit einmal mehr ihren Anspruch, "kinder- und familienfreundlich" zu sein und sie stärke damit die "soziale Infrastruktur". Anschließend erteilte Pfarrer Dr. Benjamin Kasole Ka-Mungu den kirchlichen Segen.
Den "obligatorischen" Hausschlüssel übergab Architektin Melanie Batz-Pickl an Bürgermeister Huber, der diesen gleich an die Krippenleiterin Sandra Schiekofer weiterreichte.
Die neue "Chefin" der Kinderkrippe dankte der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und versprach, sich mit ihren Mitarbeiterinnen voll und ganz zum Wohl der anvertrauten Kinder einzusetzen. Im Anschluss nutzten zahlreiche interessierte Eltern sowie Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, die neue Betreuungseinrichtung zu besichtigen.
Die Krippe ist neben Schule und Kindergarten zentral im Ort gelegen. Der Neubau fällt wegen seiner drei versetzten flach geneigten Pultdächer und der bunten Farbflächen an den Außenwänden auf.
Die Gemeinde Ernsgaden wird die Kinderkrippe nicht selbst betreiben, sondern im Rahmen eines Betriebsführungsvertrags an die Erzieherin Sandra Schiekofer übergeben, die bisher an einem Geisenfelder Kindergarten tätig war. Die junge Mainburgerin freut sich auf ihre neue Tätigkeit und hofft, dass ihr der mutige Schritt in die Selbstständigkeit als Leiterin einer Kindertagesstätte gut gelingt. Der Krippenbetrieb wird aufgrund der der Anmeldezahlen am 6. September mit einer Gruppe von 10 Kindern starten. "Für den Anfang sind das ideale Voraussetzungen", so Sandra Schiekofer, die von zwei pädagogischen Mitarbeiterinnen unterstützt wird. Ein pädagogisches Konzept für die neue Krippe, die den Namen "Dreikäsehoch" tragen wird liegt auch schon vor und wurde den Eltern bereits bei einem ersten Informationsabend vorgestellt. Die Leiterin war in den letzten Monaten bereits in der Bauphase eingebunden und auch bei der Auswahl der Ausstattung konnte sie ihre Vorstellungen einbringen. "Die ersten Möbel sind schon da", freute sich Sandra Schiekofer. Sie sei stolz und glücklich, das neue Gebäude zusammen mit den Kindern mit Leben erfüllen zu dürfen.

Anicht der neuen Kinderkrippe
"Die Gemeinde war mit dem Bauverlauf sehr zufrieden," betonte der Bürgermeister. Die Baufirma, die weiteren Handwerker und die Architektin hätten "hervorragende Arbeit geleistet". Die Aufträge seien auch fast alle "termingerecht" erfüllt worden. Dem Gemeindechef gefallen an dem Bau die "klaren Linien und die die bedarfsgerechten großen Räume, die sowohl dem Personal als auch den Kindern viel Freiheit bei den Nutzungsmöglichkeiten zugestehen."
Das Gebäude ist zunächst für zwei Krippengruppen mit jeweils 12 Kindern geplant. Es besteht jedoch die Option, die Nutzung auf eine dritte Gruppe auszudehnen. Der umbaute Raum beträgt rund 2100 m³, die Nutzfläche für die zwei Gruppen, in denen die Kinder untergebracht werden sowie die Funktionsräume wie Büro, Küche und Toilette macht rund 320 m² aus. "Aufgrund von recht guten Ausschreibungsergebnissen werden wir den berechneten Kostenrahmen von rund 750.000 € (ohne Grundstück) voraussichtlich unterschreiten", teilte Architektin Melanie Batz-Pickl mit. Kämmerer Hans Thaler von der Verwaltungsgemeinschaft Geisenfeld rechnet gemäß den staatlichen Förderrichtlinien mit einem Gesamtzuschuss von rund 450.000 € für die Gemeinde.
Wie Bürgermeister Huber weiter betonte, hat der Gemeinderat schon ab Beginn der Planung - wie schon beim Gemeindehaus und beim Feuerwehrgerätehaus - auf einen massiven, klar gegliederten, "schnörkellosen" Baukörper in Massivbauweise und eine gute Raumausstattung Wert gelegt. Damit sei man "bisher immer gut gefahren". Das Gebäude verfügt außerdem über eine Fußbodenheizung, die über eine Grundwasser-Wärmepumpe betrieben wird, Bodenbeläge mit Eichenparkett und Granitfliesen, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, einen Sichtdachstuhl und eine außen aufbrachter Wärmedämmung mit darüber montiertem Blechdach. Als Außenanlagen sind Stellplätze und eine Bepflanzung vorgesehen. Selbstverständlich ist für die Kinder auch eine Spielwiese mit Sandkasten und Spielgeräten geplant.

Vor knapp einem Jahr legte der Gemeinderat den Grundstein für das neue Gebäude.
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