IceHogs machen bereits im ersten Drittel alles klar. Die als Abstiegskandidat in die Saison gestarteten Pfaffenhofener sorgten nach der Qualifikation für die Zwischenrunde für die nächste Überraschung...
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Senioren: 7:2 gegen Schweinfurt - ECP steht im Halbfinale - 26.02.2010 | |
Senioren: IceHogs müssen im Halbfinale gegen Miesbach ran - 28.02.2010
Senioren: 7:2 gegen Schweinfurt - ECP steht im Halbfinale - 26.02.2010
(ko)IceHogs machen bereits im ersten Drittel alles klar
Der EC Pfaffenhofen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle.
Die als Abstiegskandidat in die Saison gestarteten Pfaffenhofener sorgten nach der Qualifikation für die Zwischenrunde für die nächste Überraschung und zogen mit einem nie gefährdeten 7:2 (5:0; 0:0, 2:2) über den ERV Schweinfurt ins Halbfinale der Bayernliga ein. Ein Erfolg, den dieser Mannschaft zu Saisonbeginn wohl kaum jemand zugetraut hatte.
Auch Schweinfurts Abteilungsleiter Steffen Reiser nicht, wie er nach dem Spiel in der Pressekonferenz zugab: „Ich habe den ECP schon im Halbfinale gesehen, allerdings in der Abstiegsrunde. Was hier aufgebaut wurde, verdient daher allergrößten Respekt.“ ECP-Coach Rod Poindexter, dem es zusammen mit Co-Trainer Thomas Greifenstein gelungen ist, ein enorm homogenes Team zu formen, fand kaum Worte, für das was seine Mannschaft diese Saison erreicht hat. „Es freut mich unheimlich für die Jungs,“ meinte er nur und verriet, dass er vor dem Spiel doch so seine Bedenken gehabt hätte. Denn die letzten Tage häuften sich die Absagen.
Zu den bereits feststehenden Ausfällen von David Vokaty und Marco Thommes gesellten sich auch noch Marco Löwenberger, Franz Birk und Marco Babic, so dass nur noch sieben Stürmer zur Verfügung standen, während der noch amtierende Meister aus Schweinfurt etwas überraschend nahezu in Bestbesetzung antrat, also auch mit dem zuletzt fehlenden lettischen Ex-Nationalspieler Romans Nikitins. Doch spätestens nach gut 16 gespielten Minuten sollten die Zweifel von Rod Poindexter schon wieder zerstreut sein. Vor rund 400 Zuschauern, darunter Bürgermeister Thomas Herker und mehrere Stadträte, brannte seine Mannschaft im ersten Drittel ein Offensivfeuerwerk ab, so dass die Frage nach dem Sieger bereits zur ersten Pause beim Stand von 5:0 praktisch beantwortet war.
Nur in den ersten Minuten konnten die Gäste vom Main die Partie offen halten, weil in den neu formierten Reihen der IceHogs, bei denen wegen der fehlenden Offensivkräfte die etatmäßigen Verteidiger Carsten Gräber und Florian Heinzmann im Sturm aushelfen mussten, noch etwas Verwirrung herrschte. Dies führte auch zur ersten Strafe der Partie, als beim ECP versehentlich ein Feldspieler zu viel auf dem Eis war. Doch mehr als eine gute Möglichkeit sprang für die Unterfranken dabei nicht heraus. Besser machten es da die Gastgeber, die den ersten Ausschluss eines Schweinfurters durch Christian Birk gleich zur Führung nutzten (6.). Dieser Treffer reichte bereits, um bei den Gästen nahezu alle Dämme brechen zu lassen. Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor von Ole Swolensky zu, der dennoch hielt, was zu halten war. Wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange wirkten die Schweinfurter, die förmlich auf den nächsten Gegentreffer warteten und diesen durch Christian Birks zweites Überzahltor auch prompt erhielten. Aber auch in Unterzahl waren die Hausherren nicht zu bremsen. Nur zwei Minuten nach dem 2:0 schloss Elvis Beslagic einen schnellen Konter über Terry Campbell erfolgreich ab und als nur weitere zwei Minuten später Carsten Gräber - dieses Mal wieder in Überzahl - am schnellsten reagierte und den Puck an Swolensky vorbei ins Tor spitzelte, sah sich Schweinfurts Coach Zettner gezwungen, seine Mannschaft durch eine Auszeit aufzurütteln.
Doch auch das half nicht. Die IceHogs konnten weiter schalten und walten wie sie wollten und in der 17. Minute jagte Elvis Beslagic den Puck zum 5:0 ins Netz. Im zweiten Abschnitt ließen es die Gastgeber deutlich ruhiger angehen, ohne aber die Kontrolle über das Match aus der Hand zu geben. Da auch ein Aufbäumen der Gäste aus blieb, glich das Ganze eher einem Trainingsspiel. Erst in den letzten 10 Spielminuten nahm die Begegnung nochmals etwas Fahrt auf. Erst traf Robin Riemel zum 6:0 (50.) und dann Rafal Martynowski zum 7:0 (58.) - beide Tore fielen wieder in Überzahl - ehe Schweinfurt in den beiden Schlussminuten durch Marcel Juhasz und Stephan Trolda noch zwei Ehrentreffer gelangen, die zwar ECP-Torhüter Florian Lachauer den ersten Shutout der Saison verdarben, aber letztendlich nicht wirklich die gute Stimmung im IceHogs-Lager trüben konnten.
EC Pfaffenhofen: Lachauer, J. Pfafferott, Riemel, Gerber, Gräber, Kröger, Heinzmann, Beslagic, Gossmann, Campbell, Kühnl,, Martynowski, W.Pfafferott, C.Birk, Pfab
Tore ECP: : 1:0 (6.) C.Birk (Riemel, Martynowski 5:4); 2:0 (10.) C. Birk (Campbell, Riemel 5:3); 3:0 (12.) Beslagic (Campbell 4:5); 4:0 (14.) Gräber (Kühnl 5:4); 5:0 (17.) Beslagic (Martynowski, Campbell); 6:0 (50.) Riemel (Beslagic 5:4); 7:0 (58.) Martynowski (C.Birk, Kröger 5:4); 7:1 (59.) Juhasz (Funk, Reiser); 7:2 (60.) Trolda (Reiser)
Strafzeiten: 14 (ECP) / 22 + 10 f. Nikitins
Bilder vom Spiel -> Galerie
Senioren: IceHogs müssen im Halbfinale gegen Miesbach ran - 28.02.2010
(ko)Erwartete Niederlage in Selb - Riemel und Gerber gesperrt Miesbach heißt der Gegner des EC Pfaffenhofen im Halbfinale um die Bayerische Meisterschaft.
Der TEV setzte sich am Sonntag in einem hart umkämpften Match gegen den TSV Erding durch und belegt somit in der Endabrechnung der Gruppe B den ersten Platz, während die Pfaffenhofener zeitgleich in Selb mit 2:7 (0:2, 1:2, 1:3) unterlagen und hinter den Oberfranken die Gruppe A als Zweiter beendeten. Den Halbfinaleinzug hatten die Pfaffenhofener ja bereits am Freitag mit ihrem Erfolg zu Hause gegen Schweinfurt perfekt gemacht.
Damit kommt es am kommenden Freitag (19.30 Uhr) zum ersten Duell in Miesbach, am Sonntag (17.30 Uhr) folgt dann das Rückspiel in Pfaffenhofen. Sollte jede der beiden Mannschaften eine Partie für sich entscheiden können, würde es am Freitag, 12.03. zu einem alles entscheidenden dritten Match um den Finaleinzug kommen, das dann wiederum in Miesbach über die Bühne gehen würde. Das andere Halbfinale bestreiten Selb und Regensburg, auf das die IceHogs bei einem eigenen Sieg beim Vorrundenersten getroffen wären. Doch diese Konstellation war angesichts der Voraussetzungen, unter denen die Pfaffenhofener ihr letztes Zwischenrundenmatch bestreiten mussten, ohnehin ziemlich unwahrscheinlich.
Lediglich 12 Feldspieler konnten die Reise in den Norden Bayerns antreten, darunter die angeschlagenen Sebastian Kröger und Franz Birk, während David Vokaty, Rafal Martynowski, Manuel Kühnl, Marco Löwenberger, Marco Thommes und Marco Babic fehlten und Coach Rod Poindexter damit eines Großteils seiner Offensivabteilung beraubt war. Zu allem Überfluss musste dann auch noch Robin Riemel nach einem unglücklichen hohen Stock gegen Selbs Yann Jeschke vorzeitig zum Duschen und wird nun im ersten Halbfinalspiel ebenso gesperrt fehlen wie sein Verteidigerkollege Patrick Gerber, der sich wegen eines zu harten Checks die dritte 10-Minuten-Strafe der laufenden Saison einhandelte.
Im Tor gönnte Rod Poindexter Florian Lachauer eine Pause und ließ Johannes Pfafferott etwas Spielpraxis sammeln, der seine Sache wie schon im Vorrundenspiel erneut sehr gut machte. Die Gastgeber wollten sich unbedingt Platz 1 sichern, der ihnen das Heimrecht in einem möglicherweise notwendigen dritten Spiel im Play-Off garantiert und dementsprechend engagiert gingen sie vor rund 1200 Zuschauern zu Werke. Aber die Gäste hielten zunächst gut dagegen und obwohl Selb die Partie bestimmte, hatten die IceHogs in der Anfanngsphase durchaus die Chance, in Führung zu gehen Das gelang aber dann doch den Hausherren durch einen Doppelschlag von Martin Lamich (8.) und Dennis Schiener (9.). Die beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer hatte Patrick Gerber, der aber an Selbs Torhüter Dirksen scheiterte, so dass es bis zum ersten Wechsel beim 2:0 für Selb blieb.
Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich nur wenig. Die Gastgeber hatten ein Chancenplus zu verzeichnen, konnten aber den gut aufgelegten Johannes Pfafferott nicht überwinden. Besser machte es in der 29. Spielminute Elvis Beslagic auf der Gegenseite, der in Überzahl mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich war. Darüber freuen konnten sich die Pfaffenhofener allerdings nur ganze 30 Sekunden, dann hatte Martin Sekera den alten Abstand wieder hergestellt. Danach machte sich beim Pfaffenhofener Rumpfteam mehr und mehr der Kräfteverschleiß bemerkbar, nachdem inzwischen Robin Riemel ausgeschieden war und Patrick Gerber für 12 Minuten die Strafbank drücken musste. Lange konnten die Pfaffenhofener in Unterzahl einen weiteren Gegentreffer verhindern, doch kurz vor der zweiten Pause traf Martin Lamich zum 4:1 und damit zur Vorentscheidung.
Im Schlussdrittel war die Begegnung dann schnell endgültig entschieden. Innerhalb kürzester Zeit zog Selb durch Dennis Schiener, Sergej Waßmiller und Cory Holden auf 7:1 davon, ehe Wolfgang Pfafferott noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.
EC Pfaffenhofen: Lachauer, J. Pfafferott, Riemel, Gerber, Gräber, Kröger, Heinzmann, Beslagic, Gossmann, Campbell, W.Pfafferott, C.Birk, Pfab, F.Birk
AbschlusstabelleAufstiegsrunde Gruppe A
1. VER Selb 6 39:13 16
2. EC Pfaffenhofen 6 28:23 12
3. EHC Bayreuth 6 26:30 8
4. ERV Schweinfurt 6 14:41 0
Tore ECP: 1:0 (8.) Lamich (Sekera, Siegeris); 2:0 (9.) Schiener (Jaworin, Thumm); 2:1 (29.) Beslagic (Campbell, J.Pfafferott 5:4); 3:1 (29.) Sekera (Holden); 4:1 (39.) Lamich (Sekera, Waßmiller 5:4); 5:1 (43.) Schiener (Thumm); 6:1 (44.) Waßmiller (Hendrikson); 7:1 (44.) Holden (Lamich, Sekera); 7:2 (52.) W. Pfafferott (F.Birk, Campbell)
Strafzeiten: 19 + SPD f. Riemel + 10 f. Gerber (ECP) / 22
Galerien zu den Spielen:
ECP-Senioren vs. Schweinfurt - 26.02.2010
Fotos von: Raptor99
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