Defensive wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen und eine Offensive ohne entscheidende Durchschlagskraft brachte dritte Vollklatschte vor eigenem Publikum. Vier Gegentreffer bei gegnerischer Überzahl!...
Der ERC Ingolstadt begann eigentlich ganz vielversprechend, erarbeitete sich gute Chancen, die Scott Langkow im Tor der Krefeld Pinguine in Minutentakt zu Nichte machte. Zuerst war es Tyler Bouck, der nach 30 Sekunden eine Salve auf das Krefelder Tor abbrennte. Eine Minute später setzte Glen Goodall Matt Hussey mit einem Pass in den Slot ins Szene, doch der Krefelder Goalie machte die kurze Ecke zu. In der 3.Minute probierte es der ERC-Kapitän selbst, aber sein Rückhandschuss fand sich in der Fanghand von Pinguin-Goalie Scott Langkow wieder. Auch Thomas Greilinger und Joe Motzko versuchten sich am Tore schießen, jedoch hatte wieder einmal Langkow etwas dagegen und hielt seinen Kasten sauber.
Währenddessen sich Panther am Krefelder Goalie die Zähne ausbissen, versuchten es seine Mannschaftskameraden in Offensivaktionen zu glänzen. Erfolg brachte dies erst bei eigener Unterzahl. Michail Kozhevnikov saß auf der Strafbank und bewundert, wie sein Mannschaftskollege Charlie Stevens einen Konter mit einem verzögernden Flachschuss zum 0:1 verwertete. Allerdings leisteten die Panther in der 13.Minute mächtig Schützenhilfe, zumal Joe Motzko den Krefelder Konter einleitete und Dimitri Pätzold sich leichtfertig düpieren hat lassen.
Die Panther zunächst noch unbeeindruckt, forcierten kurzzeitig das Tempo und mit einer Riesenchance. Thomas Greilinger bekam am kurzen Pfosten die Scheibe und scheiterte an Scott Langkow. Aus heiterem Himmel folgte in der 16.Minute das 0:2. Bully vor dem ERC-Tor und Patrick Hager zimmerte die Scheibe in den linken Winkel. Auch bei dem Treffer sah Dimitri Pätzold unglücklich aus, zumal der Nationaltorwart nach Anwurf den Schusswinkel verkürzen hätte müssen. Danach war der Wurm drin, den Mannen von Greg Thomson gelangen bis zur Drittelpause nicht mal die einfachsten Sachen und konnten sich bedanken, dass Dimitri Pätzold gegen Daniel Pietta glänzend in den Schlusssekunden einen weiteren Krefelder Treffer verhindern konnte.
Das 2. Drittel begann mit einer Riesenchance für die Panther. Joe Motzko erkämpfte sich im Krefelder Drittel die Scheibe und im Zusammenspiel mit Bob Wren scheiterte der „Ersatzmann“ für den verletzten Rick Girard in der „GWG-Reihe“ am gut postierten Scott Langkow. Die Panther, die bis zur 28.Minute ohne Körperkontakt spielten, wurden dann auch gegenüber den Gästen etwas unfreundlicher, so dass Hauptschiedsrichter Heiko Dahle gegen Ben Clymer eine Strafzeit aussprach, welche die Gäste vom Niederrhein zum 0:3 ausnutzten. Auch dort ermöglichte eine Aneinanderkettung von Fehlern den Krefelder Powerplaytreffe.
Prestin Ryan machte den Slot auf und Boris Blank vollstreckte das Zuspiel von Allan Rourke kurz und trocken. Dimitri Pätzold spekulierte mit einer Offensivaktion von der anderen Seite und ließ die Einschussstelle ungesichert. Die völlig von der Rolle auftretenden Panther kassierten 90 Sekunden später den nächsten Gegentreffer. Wieder in Unterzahl klingelte es im Kisterl von Dimitri Pätzold, der bei diesem Treffer ohne jegliche Abwehrchance war. Während die Pinguine nach dem 0:4 durch Ex-Panther Allan Rourke an der Bande feierten, stauchte Greg Thomson seine indiskutabel spielenden Schützlinge in Form einer Auszeit zusammen. Zwar kamen die Panther besser ins Spiel, blieben aber mit Ausnahme Tyler Bouck vor dem Tor harmlos. Er überwand den Krefelder Tausendsassa in der 34.Minute zum 1:4. Allerdings traf im Gegenzug davor Daniel Pietta den Pfosten am ERC-Kisterl. Interessant wäre es gegebenenfalls ab der 36.Minute, als die Panther in ihrem einzigen druckvollen Powerplay sich jede Menge Chancen herausarbeiteten, aber das verflixte Tor nicht trafen.
Der Schlussabschnitt machten die Gäste mit dem dritten Powerplay den Sack zu. Die Panther ließen ein Traumanspiel von Herberts Vasiljevs zu Daniel Pietta gewähren, der anschließens allein auf Dimitri Pätzold zulaufend, den deutschen Nationaltorwart elegant austanzte und zum 1.5 einnetzte. Wenig Jubel kam beim 2:5 von Bob Wren in der 46.Minute auf, zu geknickt waren die Pantherfans hinter in der TUJA-Kurve, die an dem Abend zu dem Zeitpunkt keinen realistischen Hoffnungsschimmer auf einem Punktgewinn hatten.
Das 2:6 entstand erneut aus unglücklichen aneinander geketteten Umstände. Zwar wurde Charlie Stevens als Torschütze geführt, doch den Treffer gelang ERC-Verteidiger Stefan Daschner, der das Überschreiten der Scheibe mit vollkommenen Körpereinsatz verhindern wollte. Den Schlusspunkt einer am Ende einseitigen Partie setzte Boris Blank. In Überzahl traf der Krefelder Stürmer 42 Sekunden vor Schluss und besserte somit die Powerplayqoute seines Teams weiter auf.
Fotos von: Harley-Davidson
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